17.02.2017 Innovationen  Power  Automotive 

Freudenberg Sealing Technologies verschafft Batterien Luft

Alessandro Volta war es, der unseren Alltag unter Strom setzte. Der italienische Physiker erfand um 1800 den Vorläufer dessen, was wir heute als Batterien kennen. In seiner „Volta Säule“ reihte er abwechselnd Kupfer- und Zinkplättchen aneinander, zwischen die er in Säure getunkte Pappe platzierte. Fertig war die Strom erzeugende Anordnung. Im Gedenken an Voltas Geburtstag ist der 18. Februar der „World Battery Day“.

Enorm leistungsstarke und nur noch entfernte Verwandte der Volta-Säule treiben heute Elektro-Autos an. Die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterien steht jedoch schon in den Startlöchern und kommt in diesem Jahr auf die Straße. Ihre Stärke: doppelte Energie auf gleichem Raum! Die High-Tech-Batterien sind schneller aufzuladen und ermöglichen den Fahrzeugen eine größere Reichweite. Dr. Peter Kritzer, Innovation Leader bei Freudenberg Sealing Technologies (FST), weiß aber auch um damit verbundene Probleme: „Wenn die Komponenten der bisherigen Batteriesysteme einfach nur für die neue Batterie-Generation übernommen werden, können sich sicherheitsrelevante Aspekte ergeben.“

Freudenberg - World Battery Day

FST hat sich in den vergangenen 50 Jahren eine große Expertise bei der Sicherheit und dem Thermomanagement von Batterien erworben. So konzipierten die Dichtungsexperten eine neue Gehäusedichtung, die den für die Elektromobilität wichtigen Druckausgleich perfektionierte. Bei der 7. European Advanced Automotive Battery Conference (AABC) in Mainz stellte Dr. Kritzer Anfang des Jahres weitere Ideen vor. Zum Beispiel einen speziellen Vliesstoff, der die erforderliche Wasserdichte der Batterieladungen mit einer erhöhten Luftdurchlässigkeit kombiniert und darüber hinaus noch einen Mehrwert als Entgasungselement bietet. Die bessere Belüftung beugt einer Erwärmung der Batterie vor. Mit diesem und auch anderen Konzepten traf er den Nerv der Vertreter der Automobilbranche. Ein Beleg dafür, dass FST den Bedarf der Industrie frühzeitig erkannt hat und wertvoller Entwicklungs-Partner sein kann. Ihr Know-how zur Elektromobilität bündelt FST seit kurzem in einer neugegründeten Organisationseinheit. „Unser genereller Ansatz besteht darin, mit den Kunden gemeinsam einen Schritt weiter zu denken“, betont Kritzer: „Wir haben viele Ideen in der Schublade und viele davon sind auch schon patentiert.“ Freudenberg kann so gemeinsam mit den Automobilherstellern komplette Module und Systeme entwickeln. „Wir sehen uns als Partner für Kühlung und Sicherheit“, betont Kritzer.


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