Hyperloop
28.03.2017 ESSENTIAL Magazin 

Reisen in der Transportkapsel

„Beam me up, Scotty“ war Fiktion und gestern. In der Realität von morgen könnte es heißen „Take me there, Hyperloop“. Mit rund 1.200 Kilometern pro Stunde sollen Menschen zukünftig nahezu in Überschallgeschwindigkeit per Transportkapseln durch Röhren reisen; dank Unterdruck.

Auf diese Weise wären die 650 Kilometer zwischen den kalifornischen Metropolen Los Angeles und San Francisco in knapp 30 Minuten zu schaffen. Innerdeutsche Strecken wären ebenfalls in kürzester Zeit zurückzulegen. Eine faszinierende Vorstellung. Bereits in der ESSENTIAL-Ausgabe 2/2016 blickten wir ausführlicher hinter die Kulissen dieser bahnbrechenden Technologie.

Treibende Kraft hinter dem Hyperloop-Projekt ist Tesla- und PayPal-Gründer Elon Musk. 2015 rief er einen internationalen Wettbewerb ins Leben, in dem er Nachwuchsforscher um Konzepte für die anspruchsvollen Transportkapseln, die sogenannten Pods, bat. Die eingereichten Ideen von 30 Studententeams aus aller Welt waren so vielversprechend, dass sie gebeten wurden Prototypen anzufertigen.

Spaceex

Die Probe aufs Exempel folgte Ende Januar 2017. Da durften die drei besten Teams (das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die TU Delft und die TU München) ihre Prototypen auf einem Testgelände in Kalifornien gegeneinander antreten lassen.

Während der Pod der TU Delft technisch die Nase vorne hatte, überzeugte der Entwurf der Münchner Studenten bei der erzielten Geschwindigkeit. Auf der eine Meile (1,6 Kilometer) langen Teststrecke erreichte das Sieger-Vehikel 94 Kilometer pro Stunde. Der bei der Endausscheidung ebenfalls anwesende Elon Musk hält in absehbarer Zeit fünf bis zehn Mal so hohe Geschwindigkeiten für machbar. Das futuristische und zeitsparende Reisen rückt damit ein gutes Stück näher.


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