Simply Clean
Materialkompetenz  02.10.2018

Einfach rein

Wenn leicht verderbliche Getränke in Molkereien und Keltereien abgefüllt werden, dann lautet eine der obersten Prioritäten absolute Reinheit. Denn sie wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit von Säften und Milchprodukten aus. Ein Verfahren, das das garantiert, ist die aseptische Abfüllung.

Wer sich seinen Apfelsaft aus einem Tetra Pak-Getränkekarton gießt, seinen Joghurt aus einem Becher isst oder seinen Smoothie aus einer PET-Flasche trinkt, der setzt darauf, dass er dies rundum bedenkenlos tun kann. Die Genießbarkeit der Lebensmittel gewährleistet unter anderem ein Produkt, das viele Verbraucher erst einmal stutzig machen dürfte: Wasserstoffperoxid! Was hat eine Chemikalie aber in meinen doch so natürlichen Getränken und Speisen zu suchen?

Nun in den Produkten selbst gar nichts, denn Wasserstoffperoxid ist lediglich dazu da, die Verpackungen zu desinfizieren. Kurz bevor diese mit leicht verderblichen Fruchtsäften oder Milchprodukten befüllt werden, befreit sie Wasserstoffperoxid überaus effektiv von jeglichen Keimen. Die Haltbarkeit der Getränke lässt sich auf diese Weise verlängern. Ganz ohne Zusatz von Konservierungsstoffen. Der Nachfrage nach möglichst natürlicher Kost lässt sich auf diese Weise begegnen. Daneben sorgt das sogenannte aseptische Befüllen von Getränken dafür, dass diese nicht zwingend gekühlt werden müssen. Sie können somit länger in den Verkauf gehen. Zudem werden Tetra Paks für Weltregionen interessant, in denen Kühlketten nicht durchweg gewährleistet werden können.

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Übrig bleiben Wasser und Sauerstoff

Hinzu kommt: Wasserstoffperoxid verfügt über einen für eine Chemikalie unschätzbaren Vorteil. Sie zerfällt sehr leicht in ihre natürlichen Bestandteile Wasser und Sauerstoff. Das heißt, sie hinterlässt keine für den Verbraucher schädlichen Substanzen in der Verpackung. Lediglich sogenannte Stabilisatoren könnten nach dem Desinfektionsprozess noch auf ihr verbleiben. Sie sorgen unter anderem dafür, dass das Wasserstoffperoxid länger gelagert werden kann. Eventuelle Rückstände werden in der Abfüllanlage sofort mit steriler Heißluft abgedampft, bevor Saft, Joghurt oder Smoothies in die Verpackung kommen.

Das aseptische Verfahren kommt bei PET-Flaschen und Getränkekartons zum Einsatz. Dabei werden sie entweder durch ein Tauchbad geführt oder per Spray desinfiziert. Glas hingegen wird üblicherweise mit einer Lauge gereinigt. PET-Flaschen und Tetra Paks sind bei Verbrauchern beliebt, da sie leichter und handlicher sind, aber dennoch robust. Zudem erlauben sie vielfältige Designs. Derzeit sind etwa Getränkekartons mit einem Giebeldach sehr gefragt, da sie das Ausgießen enorm erleichtern. Daneben haben PET-Flaschen bei Milchprodukten den Vorteil, dass sie das Sonnenlicht fernhalten, das den Geschmack des Getränks verändern könnte. Ein Nachteil bleibt bei allen Vorzügen: Die Verpackungen tragen dazu bei, die Abfallmenge zu erhöhen. Zudem werden PET-Flaschen und Getränkekartons weltweit betrachtet, nicht immer fachgerecht entsorgt. Eine PET-Flasche zerfällt beispielsweise erst innerhalb von 450 Jahren. Ein Aspekt, der noch befriedigend gelöst werden muss.

Eigene Produkte für die Getränke- und Lebensmittelindustrie

Das aseptische Verfahren hat sich derweil schon lange in der Nahrungsmittelindustrie etabliert. Nicht zuletzt, weil die Chemikalie eigens für die Verwendung im Lebensmittelumfeld angepasst und zugelassen wurde. Genauso übrigens, wie Dichtungen für den Einsatz in der Getränke- und Lebensmittelindustrie entwickelt und genehmigt werden müssen. Hierbei hat sich Freudenberg eine große Expertise erworben, so dass viele ihrer Dichtungen heute in der Gastronomie, aber auch in Abfüllanlagen zu finden sind.

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