Coffee on Tap
Zukunft der Arbeit  27.09.2018

Kaffee aus dem Zapfhahn

Wer heute einen Kaffee angeboten bekommt, der wird schon lange nicht mehr nur gefragt, ob er ihn schwarz genießen möchte, oder mit Milch und Zucker. Darf es stattdessen vielleicht ein Espresso oder ein Cappuccino sein? Ein Milchkaffee oder ein Cold Brew? Doch damit nicht genug: Kaffee wird mittlerweile sogar gezapft!

Schon früher soll in Wiener Kaffeehäusern das Kaffeeangebot so reichhaltig gewesen sein, dass die Gäste ihn anhand von verschiedenen Farbvariationen ausgewählt haben. Österreichs Nachbarland Italien machte sich in der Folge ebenfalls um die Kaffeevielfalt verdient. Von dort aus traten schließlich der Cappuccino und auch der Espresso ihren Siegeszug um die Welt an. Eine ganz andere Innovation verlieh dem Kaffeekonsum vor rund 20 Jahren einen weiteren Auftrieb: Kaffeepads und -kapseln eroberten die Kaffeeküchen und die eigenen vier Wände. Sie erlaubten die einfache, portionsweise und rasche Zubereitung des koffeinhaltigen Getränks.

In den letzten Jahren kamen dann neue Spielarten des traditionsreichen Getränks auf den Markt. Kopi Luwak etwa, das aus Bohnen gewonnen wird, die zuvor in Ostasien von Schleichkatzen verzehrt und dann ausgeschieden worden waren. Die unverdauten Bohnen wurden im Darm der Tiere fermentiert, was dem Kaffee einen erdigen und vollen Geschmack verleiht. Da die Herkunftsländer jedoch mehr und mehr dazu übergangen sind, Schleichkatzen zu fangen und alles andere als artgerecht zu halten, haftet der Spezialität inzwischen kein gutes Image mehr an.

Coffee on Tap

Cold Brew in Flaschen

Bei einigen der jüngsten Trends wird der Kaffee vom Wachmacher zum Erfrischungsgetränk, denn sie basieren auf kaltem Kaffee. In erster Linie Cold Brew. Dabei wird gemahlener Kaffee mit kaltem Wasser aufgegossen und verrührt. Er bleibt dann bis zu zwölf Stunden stehen und wird anschließend durch einen Filter abgegossen. Der Verzicht auf das Aufbrühen mit heißem Wasser führt dazu, dass Cold Brew kaum über Bitterstoffe und Säuren, dafür aber über ein reichhaltiges Aroma verfügt. Insbesondere bei sommerlichen Temperaturen wird das bekömmliche Getränk in Kombination mit Wasser, Milch oder Eis zu einer erfrischenden Alternative. Seit einiger Zeit wird Cold Brew auch in Flaschen vertrieben.

Mittlerweile gibt es Kaffee sogar aus dem Zapfhahn, den sogenannten Nitro Coffee. ¬Bei ihm wird – wie beim Cold Brew – kalt aufgesetzter Kaffee mit Stickstoff versetzt. Das verleiht ihm eine cremige Substanz und macht ihn süßlich. Dies erinnert den einen oder anderen an Guinness-Bier, was durch das Zapfen des Getränks in Bars und Restaurants noch unterstrichen wird. Doch damit ist das Experimentieren mit dem Kaffee noch längst nicht ausgereizt. In ausgewählten Filialen einer amerikanischen Kaffeehauskette können sich die Kunden ihre Tees und Kaltgetränke mit Kohlensäure versetzen lassen. So mancher Gast ging dazu über, sich seinen Kaffee aufsprudeln zu lassen, was das Unternehmen dazu verleitete, über eine Ausweitung dieses Angebots nachzudenken. Für eine Mischung aus Soda und Kaffee ist in den USA und Australien sogar schon ein kleiner Markt entstanden. Dabei wird zunächst der Kaffee heiß gekocht, dann in einem Wärmetauscher gekühlt, bevor ihm Zucker und Kohlensäure hinzugefügt werden. Das Getränk wird anschließend in Fässern und Dosen abgefüllt. Diese kreativen Versuche, die mit Kaffee angestellt werden, erinnern dabei ein wenig an die Craft-Bier-Bewegung.

Dichtungen garantieren Sauberkeit

Ob sich diese Kaffeetrends allerdings durchsetzen, darf durchaus angezweifelt werden. Was jedoch außer Frage steht, ist, dass Freudenberg mit seinen für die Nahrungsmittelindustrie entwickelten Dichtungslösungen in der Gastronomie Fuß gefasst hat. Ganz egal ob gezapfte oder aufgesprudelte Getränke, die in Zapfanlagen und Barspendern verbauten Produkte von Freudenberg garantieren in erster Linie die Hygiene und damit die Lebensmittelsicherheit. Daneben sorgen die Dichtungen dafür, dass jedes Getränk seinen unverwechselbaren Geschmack behält. Ebenso wie immer neue Kaffeetrends kreiert werden, stellt Freudenberg immer neue Werkstoffe bereit, die ihre Zulassung für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie erhalten und den hohen sowie sensiblen Anforderungen der Branche gerecht werden.

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