FST Predictive Maintenance
Digitalisierung  28.05.2019

Digitalisierung mit Dinkel

Moderne, automatisierte Produktion funktioniert nur in Großbetrieben? Bäckermeister Dümig ist anderer Meinung: In seiner kleinen Bäckerei bei München setzt er schon seit Jahren gezielt auf automatisierte Helfer und Digitalisierung. Und schafft so mehr Raum für Kreativität und Handwerk.

Bei digitalisierten Maschinen in der Produktion wird gedanklich oft schnell das Bild heraufbeschworen, dass die Maschine einen Mitarbeiter ersetzt. Dinkelbäcker Stefan Dümig geht es um etwas ganz anderes: „Ich will Präzision“, sagt er. Traditionell verließen sich Bäcker zwangsläufig oft stark auf ihre Intuition: Wie viel Zutaten müssen in die Rührschüssel, wie lange wird gerührt, wie lange wird gebacken? Dümig hat viele der Unwägbarkeiten und Fehlerquellen beseitigt, zum Beispiel mit einer digitalisierten Großwaage und einem automatisierten Rührgerät. „Maschinen nehmen uns ungeliebte Arbeit ab“, unterstreicht er. Am Ende gehe es darum, handwerkliche Qualität zu steigern und weniger Fehler zu machen. 55 Mitarbeiter beschäftigt er heute und hat vor kurzem seine dritte Filiale eröffnet.

Ganz auf Dinkel gesetzt

Der Bäckermeister übernahm 1989 die Bäckerei seines Vaters und begann direkt mit viel Experimentiergeist. „Oft ist man zu früh mit einer Idee, aber man sammelt wertvolle Erfahrung“, sagt er rückblickend. Dümig entschied, ganz auf Dinkel zu setzen. Dafür aber gab es damals kaum Rezepte und Vorbilder. Dinkel muss anders verarbeitet werden als Weizen. Automatisierung und Vernetzung halfen Dümig, eigene Herangehensweisen zu entwickeln und diese reibungslos im Alltag zu etablieren.

Brötchen per Internet

Mit demselben Pioniergeist wagte er sich schon vor Jahren das erste Mal an einen Online-Shop. Nachdem er das Projekt zwischenzeitlich wieder beendet hatte, ist er heute umso mehr davon überzeugt und tüftelt mit Enthusiasmus an den richtigen Rezepten und Verpackungen, die anschließend auch quer durch Deutschland verschickt werden können und trotzdem so frisch wie möglich ankommen. Auch ein Bäcker müsse in die Zukunft schauen, ist Dümig überzeugt. „Es ist die einzige Chance für das Handwerk.“

In der Mai-Ausgabe unseres Kundenmagazins ESSENTIAL dreht sich alles um Digitalisierung. Lesen Sie hier mehr zu Dinkelbäcker Dümig sowie zu der Frage, was die digitale Zukunft für Gesellschaft und Industrie bedeutet – und wie wir bei FST Digitalisierung denken und leben.


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