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Digitalisierung  08.08.2019

Hoch hinaus

Warenlager waren schon in der Vor-Digitalisierungszeit ständig im Wandel. Mit neuen Techniken verfolgt die Intralogistik-Branche heute völlig neue Ansätze. Sie experimentiert mit Automatisierung und Vernetzung. Das neue FST-Lager ist ein Beispiel dafür.

Logistik ist notwendig, aber langweilig. So dachten über Jahrzehnte hinweg viele Händler, Fabrikmanager und Produzenten: Denn solange eine Ware, ein Rohstoff, ein Produkt an einem Ort liegt oder sich auf dem Weg von A nach B befindet, erschaffen sie keinen Wert. Dass jedoch viel Wert in der Logistik und im Warenlager verborgen liegt, macht sich erst in jüngsten Jahren bemerkbar. Das hat damit zu tun, dass Wertschöpfungsketten heutzutage immer stärker global werden. Es hat aber auch damit zu tun, dass durch die Digitalisierung ganz neue Möglichkeiten entstehen, Logistik zu analysieren – und zu verbessern.

Der gesamte Prozess läuft IT-gesteuert

„Wir wollen weitere Potenziale zur Effizienzsteigerung nutzen“, sagt zum Beispiel Sören Schmitz, Vice President Global Supply Chain Management bei FST: „Und wir wollten auf ein moderneres Lagerverwaltungssystem wechseln.“ Da das bisherige Lager bei Lorsch zu klein geworden war, entschied man sich beim Umzug nicht nur einfach für einen neuen Standort, sondern auch für ein zukunftsweisendes Konzept: Der gesamte Prozess im Lager läuft IT-gesteuert, Mitarbeiter bekommen zum Beispiel über Datenbrillen angezeigt, welche Ware sie als Nächstes aufnehmen sollen. Und auch die Fahrzeuge fahren zum Teil automatisiert: Die Schmalgangstapler lagern fahrerlos Paletten in die Hochregallager ein.

Diese Stapler benötigen nur ein Drittel der üblichen Gangbreite. Mehr Lagerfläche und mehr Effizienz also – durch moderne Technologie. Das FST-Lager steht damit sinnbildlich gleich für mehrere Trends in der Intralogistik: Autonome Fahrzeuge, vernetzte Daten und Mensch-Maschine-Kooperation sind auf dem Vormarsch. Es geht hoch hinaus - nicht nur was die physische Höhe der Regale angeht.

FST

Der Verbraucher muss selbst aktiv werden

Die Digitalisierung hat neue Möglichkeiten eröffnet: Künftig könnte Künstliche Intelligenz, integriert in Paletten und Regale, sogar dafür sorgen, dass nicht nur die Fahrzeuge autonom agieren, sondern sogar die Waren selbst. Und dass sie in Echtzeit miteinander kommunizieren. Wissenschaftler und Intralogistik-Anbieter erforschen und testen solche Systeme bereits. Die Folge: noch mehr Effizienz und ganz neue Möglichkeiten, Warentransport, Prozessketten und damit auch Produktion und Handel zu denken. „Es war nie so cool, in der Supply Chain zu arbeiten“, sagen mittlerweile Manager internationaler Großkonzerne.

Schauen Sie sich unser FST-Lager als Infografik an.


In der Mai-Ausgabe unseres Magazins ESSENTIAL dreht sich alles um Digitalisierung. Lesen Sie hier mehr zu Intralogistik, dem neuen FST-Warenlager sowie zu der Frage, was die digitale Zukunft für Gesellschaft und Industrie bedeutet – und wie wir bei FST Digitalisierung denken und leben.

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